Seit 1885 – mit Liebe zum Brot und zur Nachbarschaft 

Eine Familiengeschichte in sechs Generationen

Im Mai 1885 übernahm Josef Schrott eine kleine Bäckerei in der Mariahilfer Straße 159. Er hatte das Handwerk in Prag gelernt, war auf der Walz nach Wien gekommen – und blieb, der Liebe wegen. Daraus ist ein Stück Wiener Handwerkskultur geworden: Heute führen die fünfte und sechste Generation die Bäckerei gemeinsam – mit einem klaren Bekenntnis zu Bio-Qualität, Handarbeit und einem ehrlichen Umgang mit Mensch und Natur.

Unsere Familie – ein Leben für Brot und Menschen

Seit über einem Jahrhundert wird in unserer Familie nicht nur Brot, sondern auch Geschichte gebacken. Josef Schrott III. tauschte in den 1920er Jahren die Lehmöfen gegen einen Dampfbackofen – für mehr Qualität und weniger Ruß. In den Kriegsjahren hielt seine Frau Hildegard die Bäckerei am Laufen und bewahrte, was zählte: Verlässlichkeit, Wärme, Brot.

Nach dem Wiederaufbau modernisierte Josef Schrott IV. die Produktion, kaufte das Nachbargrundstück und eröffnete zwischen 1978 und 1985 drei Filialen. Schon Anfang der 1980er backte er mit Vollkornmehl aus biologischer Landwirtschaft und war einer der Ersten in Wien mit Brot aus 100 % Roggen ohne Backhefe. Josef Schrott V. übernahm 1994 und führte den Betrieb in die Bio-Zertifizierung. Als Innungsmeister der Bäcker Österreichs setzt er sich weit über die eigene Backstube hinaus für das Handwerk ein. Sein Grundsatz: Nur wenn es gut gemacht ist, darf es Schrott heißen.

Mit Jeremiah Schrott, Bäcker- und Konditormeister, steht seit 2015 die sechste Generation in der Backstube. Er hat seither den Großteil des Sortiments auf Bio umgestellt – mit neuen Ideen, dem alten Anspruch und einem Ziel: das Handwerk weiterzugeben, das unsere Familie geprägt hat.

Die Geschichte unserer Bäckerei ist eng verwoben mit der Geschichte Wiens – und mit der unserer Familie.

Von den ersten Broten 1885 bis zur heutigen Backstube in der Mariahilfer Straße war es ein Weg voller Herausforderungen, Entscheidungen und mutiger Schritte. Legendär ist schon der Anfang: Der Familienüberlieferung nach kaufte Josef Schrott I. die Bäckerei mit einem Lottogewinn.

Heute führen Josef und Jeremiah Schrott die Bäckerei gemeinsam. Für beide ist Brot mehr als ein Lebensmittel: Es ist Kultur, Identität und tägliches Handwerk.

Historische Filiale von Bäckerei Schrott mit Schaufenster, Brotauslage und Beschriftung „J. Schrott u. Sohn Bäckerei Konditor“.

Meilensteine

Historisches Dokument von Bäckerei Schrott zur Gründung 1885 mit Schriftzug und dekorativer Umrahmung.

1885

Josef Schrott übernimmt die Bäckerei

Historische Filiale von Bäckerei Schrott mit der Aufschrift „J. Schrott u. Sohn Bäckerei Konditor“ und Schaufenster mit Brot, Gebäck und Mehlspeisen.

1920er

Dampfbackofen ersetzt die Lehmöfen

Historisches Dokument von Bäckerei Schrott zur ersten Auslieferung in den 1960er Jahren mit dekorativer Schrift und Stempel.

1980er

Erste Brote mit Bio-Vollkornmehl

1994

Josef Schrott V. übernimmt in fünfter Generation

2015

Jeremiah Schrott steigt in sechster Generation ein

Historische Außenansicht von Bäckerei Schrott mit großem Schriftzug „Schrott“ an der Fassade und Personen vor dem Gebäude.

2025

140 Jahre Bäckerei Schrott

Bäcker von Bäckerei Schrott bearbeitet Teig in der Backstube mit konzentrierter Handarbeit.

„Wir backen mit Verantwortung. Für das, was wir tun. Für das, was wir verwenden. Und für die Menschen,
die unser Brot essen.“



– Jeremiah   Schrott

Unsere Werte

Bäcker von Bäckerei Schrott prüft frisch gebackene Brotlaibe auf einem hohen Backblechwagen.

Handwerk statt Massenware

Wir arbeiten mit der Hand, nicht mit dem Fließband. Jedes Brot ist ein Original.

Frisch gebackener Brotlaib von Bäckerei Schrott mit knuspriger, bemehlter Kruste auf dem Backblech.

Ehrlichkeit
vor Trend

Wir machen kein TikTok-Brot –
wir machen gutes Brot.

Partnerschaftlich
& regional:

Gemeinsam mit Bio-Bauern aus Oberlaa backen wir das Oberlaaer Bauernbrot. Unser Bio-Getreide geht an die Polsterer Mühle – die nächstgelegene kleine, familiengeführte Mühle. Von dort beziehen wir heute alle unsere Mehle. So bleibt Qualität in der Region.

Hand von Bäckerei Schrott bestreicht frisch gebackene Zimtschnecken und Gebäck mit glänzender Glasur.
Hand von Bäckerei Schrott streut Körner über einen Teigling auf einer bemehlten Arbeitsfläche.

Bio aus Überzeugung

Angefangen hat es mit dem Vollkorn: Bio seit den 1980ern, zertifiziert, seit es die Zertifizierung gibt. Inzwischen sind unser Brot, unser Gebäck und alle unsere Mehle Bio.

Partnerschaftlich
& regional:

Gemeinsam mit Bio-Bauern aus Oberlaa backen wir das Oberlaaer Bauernbrot. Unser Bio-Getreide geht an die Polsterer Mühle – die nächstgelegene kleine, familiengeführte Mühle. Von dort beziehen wir heute alle unsere Mehle. So bleibt Qualität in der Region.

Bäcker von Bäckerei Schrott siebt Mehl über kleine Teiglinge auf einer Holzarbeitsfläche.

Nachhaltigkeit
im Alltag

Unser Vollkornmehl mahlen wir selbst aus dem vollen Korn. Was vom Tag übrig bleibt, wird zu Bio-Bröseln. Unsere Wege sind kurz, unsere Gedanken langfristig.